Konferenz / 08. September 2026 - 10. September 2026
EWGAE 2026
Die Konferenz der »European Working Group on Acoustic Emission« findet bereits zum 37. Mal statt und ist ein renommiertes internationales Forum für Forscher, Ingenieure und Praktiker, die sich für den Bereich der Schallemission interessieren.
Die Konferenz bietet den Teilnehmern die Gelegenheit, sich zu neuen Entwicklungen in theoretischen und experimentellen Untersuchungen, Messtechnik, Datenanalyse und Anwendungen der akustischen Emission zu informieren.
Das Fraunhofer IKTS zeigt in der begleitenden Ausstellung innovative Lösungen für die Überwachung kritischer und ziviler Infrastruktur. Im Fokus stehen Technologien, die zentrale Herausforderungen im modernen Infrastrukturmonitoring adressieren. Highlights sind:
Sensorbasierte Überwachung kritischer Infrastruktur
Die Schallemissionstechnik ermöglicht die kontinuierliche Zustandsbewertung von Brücken auch an schwer zugänglichen Stellen und macht verborgene Schäden frühzeitig sichtbar. Das Fraunhofer IKTS zeigt dafür anwendungsspezifisch optimierte, kosteneffiziente Monitoringsysteme, die akustische Signale aus Schäden wie Rissen oder brechenden Spannstählen gezielt erfassen und auswerten. Für den Einsatz in Betonstrukturen setzt das Team auf kostengünstige, perspektivisch MEMS-basierte, Sensoren und eine schlanke, eigens entwickelte Elektronik – passgenau für das Monitoring von Brücken und weiterer Infrastruktur.
Strukturüberwachung mit optischen Fasern
Die Dehnungsmessung (distributed strain sensing – DSS) sowie die akustische Messung (distributed acoustic sensing – DAS) mit optischen Fasern ist ein Messverfahren auf Basis optischer Rückstreuung in Glasfasern, mit dem sich Strukturveränderungen kontinuierlich und hochauflösend erfassen lassen. Verändern sich Bauteile durch mechanische Belastungen oder Temperaturschwankungen, ändert sich das Streuverhalten des Lichts in der Faser. Auf diese Weise können Dehnungen, Vibrationen, Risse und Verformungen über die gesamte Bauteillänge sichtbar gemacht werden. Die dabei auftretenden akustischen Ereignisse lassen sich mit dem Messprinzip DAS lokalisieren und charakterisieren. Die optischen Fasern werden dafür auf das Bauteil aufgebracht oder direkt in den Beton integriert; die veränderten Lichtsignale werden mit einem optischen Auslesegerät analysiert.