Technologieplattform für Kreislaufwirtschaft und Verfahrenstechnik TKV

Transferhub

Industrielandschaft
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Das Fraunhofer IKTS ist seit Jahren am Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen als Forschungspartner aktiv und eng mit zahlreichen Akteuren im Bereich Ressourcen- und Kreislauftechnologie vernetzt. Diese erfolgreichen und vielversprechenden Aktivitäten werden intensiviert und verstetigt. In enger Zusammenarbeit mit dem Chemiepark Bitterfeld-Wolfen entsteht die Technologieplattform für Kreislaufwirtschaft und Verfahrenstechnik (»TKV«). Ziel ist es, einen überregional sichtbaren Innovationsknoten zu schaffen, der industrielle Stärken mit wissenschaftlich-technischer Kompetenz verbindet und der regionalen Industrie – insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen – einen direkten Zugang zu anwendungsnaher Forschung und Entwicklung ermöglicht.

Forschungsinfrastruktur im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

Am Technologie- und Gründerzentrum Bitterfeld-Wolfen TGZ entsteht die Vor-Ort-Forschungsinfrastruktur. Diese umfasst eine Innovations- und Transfereinheit, den sogenannten TransferHub, sowie Labor- und Technikumskapazitäten. Ziel ist es, gemeinsam mit Unternehmen vor Ort bedarfsgerechte Umsetzungs- und Transferprojekte zu initiieren und die TKV als strategisches Instrument zur Unterstützung der regionalen Industrie zu etablieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die nachhaltige Transformation industrieller Prozesse sowie die Entwicklung von Innovations- und Umsetzungsstrategien.

Perspektivisch entstehen im Rahmen eines EducationLabs gemeinsam mit regionalen Hochschulen neue Angebote, die Forschung, Lehre und Praxis eng miteinander verzahnen und den gezielten Aufbau von Fachkräften für die Transformation der chemischen Industrie unterstützen.

Versuchs- und Demonstrationsplattform

Initialer Kern des Vorhabens ist der Aufbau einer modernen Versuchs- und Demonstrationsplattform für nachhaltige Prozesse der Kreislaufwirtschaft und Verfahrenstechnik. Diese umfasst sowohl ein flexibel nutzbares Spin-in-Technikum als auch modulare Pilotanlagen für die Verfahrensentwicklung, Prozessauslegung und industrielle Anwendungstests. Inhaltlich konzentriert sich die Plattform auf vier zentrale Technologiefelder: Membrantechnik, Hydrometallurgie, Online-Sensorik und Prozessdigitalisierung sowie Bioökonomie und Controlled Environment Agriculture. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, neue Technologien unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben und gemeinsam mit Forschungspartnern weiterzuentwickeln. Diese integrierte Technologieplattform bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für Kooperationen – von ersten Machbarkeitsuntersuchungen bis hin zur Skalierung innovativer Technologien.

TransferHub

Ergänzt wird diese technische Infrastruktur durch einen TransferHubs, der als zentrale Drehscheibe für Technologieentwicklung und -transfer fungiert. Hier werden Shared Services, Transferinstrumente und Outreach-Formate gebündelt, um Unternehmen bei Innovationsprozessen zu unterstützen. Gleichzeitig dient der Hub als regionale Kontakt- und Austauschplattform, die gezielt Innovationsimpulse initiiert und in konkrete Anwendungen überführt.

Der Aufbau der TKV umfasst bedarfsgerechte Investitionen in die Forschungsinfrastruktur, insbesondere in moderne Ausrüstung, Geräte und Demonstratoren. Ergänzend starten erste FuE-Projekte mit regionalen Unternehmen im Rahmen des Thüringer Wasser-Innovationscluster ThWIC, die thematisch eng an die Schwerpunkte der TKV anknüpfen und zur Gestaltung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft beitragen.