BeaT-Projekt als europäisches Referenzbeispiel für erfolgreiche Transformationsansätze hervorgehoben
Das vom Fraunhofer IKTS koordinierte und gemeinsam mit dem automotive thüringen e.V. und der FriedrichSchillerUniversität Jena umgesetzte Projekt »BeaT – Berufliche Bildung erneuern für die automobile Transformation« wurde im aktuellen Good Practices Catalogue Vol.1 der Europäischen Kommission als beispielgebende Initiative vorgestellt. Der Katalog ist Teil der »Harnessing Talent Platform« und dokumentiert Projekte aus europäischen Regionen, die innovative Ansätze zur Fachkräftesicherung und Kompetenzentwicklung im Kontext des digitalen und grünen Wandels verfolgen.
BeaT adressiert die tiefgreifenden Veränderungen in der Automobilindustrie, die durch Elektrifizierung, Automatisierung und neue Produktionsprozesse entstehen. Für die thüringische Zulieferindustrie, die stark von diesen Entwicklungen betroffen ist, entwickelt das Projekt neue Konzepte der beruflichen Bildung, die Beschäftigte und Unternehmen auf zukünftige Anforderungen vorbereiten.
Besonders hervorgehoben wird das von BeaT entwickelte Train-the-Trainer-Format, das Unternehmen befähigt, digitale Kompetenzen systematisch aufzubauen und Veränderungsprozesse aktiv (mit) zu gestalten: Das Projekt zeige großes Potenzial für die Verbesserung der Qualität und Resilienz von Arbeitsumgebungen in der Automobilzulieferindustrie. Die klare Methodologie und die enge Abstimmung mit regionalen und nationalen Zielen sorgten für nachhaltige Ergebnisse, so wird Christoph Kellner, Policy Officer in der Vertretung des Freistaats Thüringen bei der EU im Katalog (EC 2025, S. 14) zitiert.
Zu den Ergebnissen des Projekts zählen eine umfassende Analyse der Qualifikationsbedarfe, die Entwicklung eines praxisorientierten Weiterbildungsformats sowie dessen Erprobung in Pilotunternehmen. Darüber hinaus wurden Empfehlungen zur Einführung von Peer Learning und Blended Learning Ansätzen formuliert. Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Industriepartnern und Bildungsakteuren wird als wesentlicher Erfolgsfaktor hervorgehoben.
Das Projekt wurde von Oktober 2021 bis September 2024 durch das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung gefördert (Förderkennzeichen 03EI5221A-D).