Forschung aktuell
Die Überwachung kritischer Infrastruktur, wie Tunnel, Staudämme oder Pipelines, gewinnt an Bedeutung. Diese Bauwerke sind essenziell für die Versorgungssicherheit, Mobilität und das alltägliche Leben. Ihr Ausfall kann gravierende wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen haben. Ein eindrückliches Beispiel ist der Einsturz der Carolabrücke in Dresden, der zeigt, wie groß die Risiken bei unentdeckten Materialschäden oder strukturellen Schwächen sein können.
Eine innovative Methode zur frühzeitigen Schadensdetektion ist die Überwachung mittels niederfrequenten Ultraschalls bzw. akustischer Emissionen. Dabei werden Spannungs- und Rissbildungsprozesse im Material durch Schallemission erfasst, indem diese mit hochsensiblen Sensoren kontinuierlich überwacht werden. Dies ermöglicht eine frühzeitige Warnung vor kritischen Zuständen, eine Verlängerung der Lebensdauer von Bauwerken sowie eine optimierte, zustandsbasierte Instandhaltung, anstatt auf starre Prüfintervalle angewiesen zu sein.
Die Plattform COMOBASE® 3 wurde speziell für die Infrastrukturüberwachung entwickelt. Neben Brücken kommt diese Technologie auch beim Monitoring von Windkraftanlagen und Druckbehältern in der Energie- und Chemiewirtschaft zum Einsatz.
Das System basiert auf der im Fraunhofer IKTS entwickelten PCUS®-Technologie. Es besteht aus modularen Mess- und Interfacekarten zum Anschluss der Sensorik. Ein Grundsystem verarbeitet 32 Kanäle parallel. Über eine bereitgestellte SDK (Software Development Kit) besteht die Möglichkeit, das System über eine kundenspezifische Prüfsoftware anzusprechen.
Das Mehrkanalsystem COMOBASE® 3 leistet einen wichtigen Beitrag in der Zustandsüberwachung von Bauwerken durch schnelle, präzise, flexible und im Vergleich zu Wettbewerbern preisgünstige Messtechnik.