Bundesministerin Dorothee Bär besucht Fraunhofer IKTS
Bei ihrem Besuch in Thüringen am 10. März 2026 informierte sich Bundesforschungsministerin Dorothee Bär am Fraunhofer IKTS in Hermsdorf über aktuelle Entwicklungen und strategische Initiativen im Bereich der Energie- und Umwelttechnik. Dabei wurde klar: Keramische Werkstoffe können entscheidende Bausteine auf dem Weg zu neuer Wertschöpfung in der Energie- und Umwelttechnik werden.
Das Fraunhofer IKTS setzt keramische Komponenten an vielen Stellen im Anlagenbau ein: zur Erzeugung von Wasserstoff und zum Abtrennen von Kohlendioxid, zur Synthese von Plattformchemikalien und E-Fuels, in riesigen stationären Batterien für Stromnetze oder in der Reinhaltung von Wasser für die Bevölkerung und die Industrie. Die keramischen Hochleistungswerkstoffe ermöglichen einheimische Produktion ohne strategisch risikoreiche Materialien. Die Region rund um das Fraunhofer IKTS am Standort Hermsdorf ist einer der weltweit führenden Cluster für diese keramischen Technologien – und das IKTS verbindet diese Kompetenz weit in die angrenzenden Industrieregionen hinein.
Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt:
»Die Kompetenzen hier am Fraunhofer IKTS, die das Institut die letzten Jahre mit der Industrie aufgebaut hat, sind ein wichtiger Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Stromspeicher-, CCU- und Wassertechnologien aus keramischen Werkstoffen tragen nicht nur zu Resilienz und technologischer Souveränität Deutschlands bei, sie können auch internationale Exportschlager werden. Das ist gleichzeitig auch ein Auftrag: Wir brauchen auch die Länder und Forschungseinrichtungen für die Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland. Nur gemeinsamen machen wir Deutschland wieder zum Top-Technologieland.«
Mario Voigt, Ministerpräsident Thüringen:
»Hermsdorf ist ein Thüringer Innovationsstandort mit internationaler Strahlkraft. Rund um das Fraunhofer IKTS ist hier gemeinsam mit der Industrie ein starker Cluster für innovative Werkstoffe und Energietechnologien entstanden. Die langfristigen Investitionen des Freistaats in das Fraunhofer IKTS haben sich ausgezahlt: Thüringen ist ein Ort, an dem aus Forschung konkrete Innovationen entstehen. Gerade als zentrales Stromtransitland braucht Thüringen Lösungen für die Speicherung und intelligente Nutzung von Energie. In Hermsdorf entsteht genau dieses Wissen – und daraus werden konkrete Innovationen für die industrielle Zukunft.«
Christian Tischner, Wissenschaftsminister des Freistaats Thüringen:
»Die keramischen Technologien aus Hermsdorf machen uns unabhängiger von strategisch risikoreichen Rohstoffen – das ist Souveränität durch Forschung. Thüringen hat hier einen der weltweit führenden Cluster aufgebaut, und diesen Vorsprung werden wir weiter ausbauen.«
Prof. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft:
»Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Hermsdorf ist eines der größten deutschen Institute im Bereich der Energie- und Umwelttechnik und zugleich ein hervorragendes Beispiel für die Fraunhofer-typische Brücke zwischen exzellenter Forschung und industrieller Anwendung. Mit seinen innovativen Hochleistungskeramiken, aber vor allem mit seiner enormen industriellen Umsetzungskompetenz, trägt das IKTS direkt zur Stärkung der Region und zur Transformation der deutschen Wirtschaft bei. Herzlichen Dank an Bundesforschungsministerin Dorothee Bär für den Austausch vor Ort.«
Prof. Alexander Michaelis, Institutsleiter Fraunhofer IKTS:
»Wir freuen uns sehr über den Besuch von Bundesministerin Bär und sehen das als großes Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung der technischen Keramik als entscheidende Enabling Technology für viele Hightech-Branchen. Hierzu gehören z. B. die Energie- und Umwelttechnologie, Chemie, Elektronik und Defense. Wir sind das größte Fraunhofer-Institut der neuen Länder und sind zudem auch in Bayern und Niedersachsen aktiv. Mit unserer Systemkompetenz im Anlagenbau verbinden wir so Regionen und ermöglichen übergreifend neue Wertschöpfung.«