Projekt

Bio-e-Chem: Elektrolyseunterstützte Herstellung chemischer Produkte aus Biomasse und Abfallstoffen

Im Projekt wird ein innovatives Verfahren zur nachhaltigen Herstellung chemischer Produkte entwickelt. Das neue Verfahren kombiniert den thermochemischen Umwandlungspfad zur Nutzung von Kohlenstoff aus biogenen Abfallstoffen mittels Gasifizierung und den elektrochemischen Umwandlungspfad von Wasser und CO2 über die Hochtemperaturelektrolyse. Beide Pfade zielen auf die Herstellung von Synthesegas ab, das für die Synthese zahlreicher chemischer Produkte unerlässlich ist, stehen jedoch hinsichtlich ihrer großtechnischen Umsetzung vor Herausforderungen.

Während die Gasifizierung energieeffizient ist, hat sie beim Einsatz von biogenen Abfallstoffen einen geringen Kohlenstoffnutzungsgrad. Elektrolysebasierte Verfahren besitzen einen hohen Kohlenstoffnutzungsgrad, erfordern jedoch große Mengen an erneuerbarer Energie. Durch die Kombination beider Pfade kann der Kohlenstoffnutzungsgrad signifikant erhöht und gleichzeitig der Strombedarf reduziert werden. Zudem kann der bei der Hochtemperaturelektrolyse erzeugte Sauerstoff durch die Spülung der Anode mit Wasserdampf oder CO2 für die Gasifizierung bereitgestellt werden, wodurch der kostenintensive Prozessschritt der Luftzerlegung entfällt. Das Projektziel ist die Entwicklung und technische Validierung des Konzepts sowie die Bewertung der industriellen Umsetzbarkeit.

 

Förderkennzeichen: 100749628 (Antragsnummer SAB)

Projektzeitraum: 07.08.2025 – 31.12.2027

Fördergeber: EFRE InfraProNet 2021-2027, SAB, Freistaat Sachsen