Ultraschall

Akkreditiertes ZfP-Zentrum

Zur richtigen und reproduzierbaren Durchführung von zerstörungsfreien Prüfungen, vor allem an komplexen Strukturen, gehört Know-how und Erfahrung. Eine Vielzahl von internationalen Standards, die für verschiedene Branchen sehr unterschiedlich sein können, bestimmen die Regeln. Gerade bei der Entwicklung von neuen Verfahren und Systemen müssen aktuelle Vorschriften eingehalten und neue Verfahren bzw. Gerätesysteme entsprechend aufgebaut werden. Die Flexible Akkreditierung und DIN EN ISO/IEC 17025 qualifizieren das Prüfzentrum von neutraler Stelle (Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH ­­­­­­­­­­­­­­– DAkkS), alle erforderlichen Schritte zur Validierung und Verifizierung von Verfahren und Systemen durchzuführen.

Das Akkreditierte Prüfzentrum am Fraunhofer IKTS führt die klassische zerstörungsfreie Prüfung für metallische, nichtmetallische, keramische und Verbundwerkstoffe durch. Dabei kommen alle relevanten genormten Verfahren sowie nicht genormte Verfahren zum Einsatz. Das Fraunhofer IKTS unterstützt darüber hinaus auch bei der Lösung von ungewöhnlichen und hochspezialisierten Mess- und Prüfproblemen. Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat dem Fraunhofer IKTS ZfP-Zentrum nach DIN EN ISO/IEC 17025 die flexible Akkreditierung in den Kategorien 1 und 2 für drei zerstörungsfreie Prüfverfahren ausgesprochen. Der Status, den nur wenige Prüflabore überhaupt erreichen, erlaubt es dem Prüfzentrum, im Bereich Ultraschall- und Wirbelstromprüfung Verfahren zu modifizieren sowie weiter- und neu zu entwickeln. Damit können nach einer entsprechenden Validierung die neuen Verfahren beim Auftraggeber ähnlich wie genormte Verfahren zum Einsatz kommen. Das führt dazu, dass neue Prüftechnologien viel eher, als Normungsprozesse es ermöglichen würden, eingesetzt werden.

Das Spektrum des Prüfzentrums reicht von der Einzelteilprüfung über die Prüfung von großen Stückzahlen, auch im Mehrschichtbetrieb, bis hin zum Aufbau individueller teilautomatisierter Prüfanlagen für spezielle Fragestellungen. Das Prüfzentrum untersucht Bauteile verschiedenster Materialien, Geometrien und Bauteilgrößen auf Fehler, egal von welcher Komplexität oder Sicherheitsrelevanz und bedient sich dabei einer großen Palette an Verfahren.

© Fraunhofer IKTS
Fehlerprüfung an einer GFKProbe mit Ultraschall.

Prüfkompetenz

  • Material (Stahl, Austenit, Titanlegierungen, Nichteisenmetalle, Polymere, Keramik-Verbundwerkstoffe, Polymerkomposite, Gestein, Beton, Naturfaserstoffe)
  • Materialverbund (Schweißverbindungen, Sandwich/Lagen, Halbzeuge, Niet-und Bolzenverbindungen, Klebeverbindungen, Lotverbindungen)
  • Geometrie (voluminöse Körper, komplexe Geometrien, flache Bleche etc.)
  • Bauteilgröße (je nach Fragestellung von wenigen Millimetern bis mehreren Metern)
  • Fehlerbild (Risse, Poren, Delaminationen, Geometriefehler, Einschlüsse, etc.)
  • Prüfverfahren (Ultraschall-, Wirbelstrom-, Magnetpulver-, Eindring-, Sicht-, Härte-, Thermographie-, Röntgen-CTPrüfung, Röntgen-Laminographie)
Weiterführende Informationen zum Akkreditierten ZfP-Zentrum finden Sie hier.