Gewinnen und entwickeln – »Fraunhofer TALENTA«-Förderung für zwei IKTS-Wissenschaftlerinnen

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Mehr Frauen für die angewandte Forschung zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten ist ein wichtiges Ziel der Fraunhofer-Gesellschaft. Mit dem Fraunhofer TALENTA-Förderprogramm wird daran gearbeitet, dies zu erreichen. Zwei IKTS-Forscherinnen waren mit ihren Bewerbungen erfolgreich und erhalten nun eine maßgeschneiderte Unterstützung für ihre Karriereziele.

© Fraunhofer IKTS
Dr. Daniela Haase forscht an Schaumkeramiken und möchte sich im »TALENTA speed up« als Führungskraft weiterentwickeln.
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Doktorandin Tashneem Ara Islam erhält mit der »TALENTA start«-Förderung Unterstützung zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere.

Das Förder- und Entwicklungsprogramm TALENTA bietet Wissenschaftlerinnen bei Fraunhofer seit 2013 durch die Teilfinanzierung ihrer Personalstelle, zielgerichtete Qualifizierung und karriereorientierte Vernetzung die Möglichkeit, ihre Karriere strategisch voranzutreiben. Es setzt dabei an drei wichtigen Phasen der Karriere an: beim Berufsanfang (»TALENTA start«), direkt vor oder nach der ersten Übernahme von Führungsaufgaben (»TALENTA speed up«) und bei dem Sprung ins Top-Management (»TALENTA excellence«). Mit Beginn des Jahres 2021 wurden zwei Wissenschaftlerinnen des Fraunhofer IKTS in das TALENTA-Programm aufgenommen: Tashneem Ara Islam ist nun Teil des TALENTA start Programms und Dr. Daniela Haase wurde in die TALENTA speed up Förderung aufgenommen.

Nach einem Werkstoff- und einem Bionikstudium in Bangladesch und Kleve ist Tashneem Ara Islam erst seit Kurzem am Fraunhofer IKTS in Hermsdorf beschäftigt. In der Gruppe »Funktionswerkstoffe für hybride Mikrosysteme« forscht sie im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Charakterisierung von Halbleitermaterialien für die photokatalytische Wasserspaltung. Ihre Forschungsergebnisse fließen in das Fraunhofer-Verbundprojekt Neo-PEC ein, in dem eine neue Technologie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff entwickelt wird. »Mein primäres Ziel ist es, meine Promotion mit einem soliden wissenschaftlichen Fundament erfolgreich abzuschließen. TALENTA gibt mir die Möglichkeit, dieses Ziel in meiner frühen Forschungskarriere zu verfolgen und wird mich in der Zukunft zu meinen nächsten Karriereschritten bei Fraunhofer führen«, erklärt Islam, die plant, ihr berufliches Netzwerk zu erweitern sowie neue Fähigkeiten wie Projektmanagement im Rahmen des Programms zu erwerben.

Die Werkstoffwissenschaftlerin Daniela Haase arbeitet bereits seit 15 Jahren als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer IKTS in Dresden. Sie begann zunächst als Doktorandin in der Arbeitsgruppe »Carbidkeramik und Filterkeramik«, promovierte und übernimmt seitdem als Projektleiterin Verantwortung. Fokus ihrer Forschung ist die Entwicklung von Schaumkeramiken und zellulären Keramiken für innovative Konzepte in der Umwelt- und Energietechnik. »Ich bin motiviert, den nächsten Karriereschritt zu gehen und sehe im TALENTA-Programm eine große Chance, mein Fachwissen und meine Erfahrungen in der Projektarbeit und als Führungskraft weiterzuentwickeln. In den nächsten zwei Jahren möchte ich das Team »Schaumkeramik / Zelluläre Keramik« zur Gruppe ausbauen und als Gruppenleiterin führen«, beschreibt Daniela Haase ihre Erwartungen an das Programm.

Das Fraunhofer TALENTA-Programm wurde im Jahr 2017 wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse zeigen: TALENTA trägt in hohem Maße dazu bei, gezielt weibliche Talente in Führungspositionen zu bringen und vereint dabei eine Vielzahl von Aspekten, wie z. B. strukturelle Karriereförderung und -planung, gezielte Gestaltungsmotivation und Zunahme an Sichtbarkeit, die notwendig und wirksam sind, um langfristig den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern.

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