EU-Projekt ASTRABAT: Eine neue Batterie treibt E-Mobility in Europa voran

NEWS / 11. Mai 2020

Für den wachsenden Markt der elektrischen Mobilität muss Europa eigene innovative Batteriekonzepte und Produktionsketten entwickeln, um eine stärkere internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erlangen. Mit diesem Ziel startet nun ASTRABAT. In dem europäischen Großprojekt arbeiten 14 Partner aus acht europäischen Ländern zusammen.

© Fraunhofer IKTS
Am Fraunhofer IKTS wird E-Mobility erforscht und gelebt.

Der Fokus des Projekts  liegt auf der Entwicklung einer zuverlässigen Festkörperbatterie mit Lithium-Ionen-Technologie. Im Gegensatz zu etablierten Systemen mit flüssigem Elektrolyten gelten Festkörperbatterien als besonders sicher, weil sie nicht brennbar sind. Zusätzlich sollen sie zukünftig größere Speicherkapazitäten und schnellere Ladevorgänge ermöglichen. In der vierjährigen Projektlaufzeit soll eine neue Zellarchitektur entwickelt werden, die eine hohe Reichweite erreicht, sicher ist und die in Massenproduktion in Europa hergestellt werden kann. Ein Teilbereich des Projekts beschäftigt sich ergänzend mit einer nachhaltigen Wertschöpfungskette der neuen Batterie: Ein ökologisches Design ist hier ebenso wichtig, wie eine umweltfreundliche Recyclingstrategie am Ende des Batterie-Lebenszyklus.

 

Keramik für zukunftsweisende Zellkonzepte

 

Das Fraunhofer IKTS bringt sich im EU-Projekt ASTRABAT gleich mit mehreren Arbeitsgruppen ein. Am Institut werden die Funktionswerkstoffe für den Festkörperelektrolyten synthetisiert. Zudem entwickeln die IKTS-Forschenden eine Tinte und entsprechende Druckverfahren, mit denen innovative 3D-strukturierte Zellkonzepte realisiert werden können, die dann charakterisiert und getestet werden. Die Gesamtförderung für ASTRABAT beläuft sich auf acht Millionen Euro und fügt sich in umfassende Bestrebungen der Europäischen Union ein, Treibhausgase bis 2050 um 80 bis 95 % zu reduzieren.

 

 

Dieses Projekt wurde finanziert im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Union unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 875029.