AquaMicrobiomeDB: Entwicklung eines plasmonischen Sensorsystems zur Analyse von chemischen und mikrobiologischen Schadstoffen in landgestützten Aquakulturanlagen
Die Aquakulturindustrie wächst aufgrund der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Proteinquellen rasch. Dabei spielen neue Produktionsmethoden, wie landgestützte Kreislauf-Aquakultur-Systeme (RAS) und Aquaponik (kombinierte Pflanzen- und Fischproduktion) eine immer größere Rolle. Allerdings können Ausbrüche von Infektionskrankheiten verheerend auf die Fischbestände wirken und zu wirtschaftlichen Verlusten führen.
Im Verbundprojekt AquaMicrobiomeDB wird eine Methode zur Online-Überwachung entwickelt, die sowohl biotische (bspw. Krankheitserreger) als auch abiotische (bspw. Schwefelwasserstoff oder geschmacksverfremdende Stoffe) Faktoren berücksichtigt. Ziel ist es, mithilfe schneller DNA-Analyse-Technologie eine Plattform zu schaffen, die es ermöglicht, frühzeitig Warnungen auszugeben und Handlungsempfehlungen bereitzustellen. So kann schnell auf Probleme reagiert und der Gesundheit der Tiere sowie der Qualität der Produkte gesichert werden.
Das Fraunhofer IKTS entwickelt dafür in einem Teilvorhaben ein plasmonisches Sensorsystem, das vor Ort und in Echtzeit bis zu vier Zielanalyten, wie Konzentrationen von pathogenen Bakterien und/oder geschmacksverfremdenden Stoffen wie Geosmin, überwachen soll.
Projektzeitraum: 2025 bis 2028
Projektwebseite: https://www.bgi.pt/aquamicrobiomedb
Finanzierung: This project is financed by the Norwegian Research council, project number 360747
Projektpartner:
- BGI Sustainable Ventures (Portugal)
- Morefish AS (Norwegen)
- Food4Sustainability (Portugal)
- ECH Elektrochemie Halle GmbH (Deutschland)
Fördergeber: EFRE, BMFTR, eurostars, eureka