Neue schadenstolerante Keramikimplantate mit alternativen europäischen Rohstoffen
Kurzname: ReCerSafe
Langname: Neue schadenstolerante Keramikimplantate mit alternativen europäischen Rohstoffen
Förderung: Das vom Freistaat Thüringen geförderte Vorhaben wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
Kurzbeschreibung:
In der Gelenkendoprothetik, insbesondere in der Hüftendoprothetik, stellt der keramische Hüftkopf aus Al2O3 und ZrO2 in über 90,4 % aller Operationen den Goldstandard für die Primärversorgung des Patienten dar. Dieser Trend zeichnet sich zunehmend auch in der dentalen Implantologie ab. In Deutschland werden derzeit 1,3 Mio. Dentalimplantate pro Jahr implantiert. Aufgrund geopolitisch angespannter Situationen in den letzten Jahren stellt die Beschaffung der Rohstoffe aus dem asiatischen bzw. amerikanischen Raum einen kritischen Punkt in der Lieferkette, der Herstellung der Implantate und letztendlich der Versorgung der Patienten dar.
Ziel des Projektes ist es, aus der weitergefassten Region Europa Rohstofflieferanten zu erschließen und damit die Lieferfähigkeit von Medizinprodukten sicherzustellen.
Mit Hilfe europäischer Rohstoffe sollen zudem schadenstolerantere Keramikimplantate erforscht und damit die Patientensicherheit erhöht werden.
Das Rohstoffrecycling der bei der Grünbearbeitung anfallenden Dreh- und Frässpäne für einen möglichen Einsatz in Medizinprodukten soll analysiert und erforscht werden.
Darüber hinaus sollen durch die Digitalisierung der keramischen Prozesskette die Voraussetzungen für technologische Souveränität und die Umsetzung neuer Werkstoffkonzepte geschaffen werden.
Fördernummer: 2025 VFE 0005
Laufzeit: 01.06.2025 – 31.05.2028
Projektpartner: