Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: Wir brauchen ein finanzstarkes Forschungsrahmenprogramm und transparente Abläufe

Pressemitteilung / 22.3.2018

Die Europäische Kommission wird Anfang Mai 2018 einen Vorschlag für den zukünftigen Finanzrahmen der Europäischen Union – und damit auch des Budgets für die Förderprogramme – vorlegen. Zur Abstimmung der sächsischen Position diskutierten heute die Abgeordnete des Europäischen Parlaments Constanze Krehl, die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, sowie Prof. Alexander Michaelis, Leiter des Fraunhofer IKTS Dresden.

Abgeordnete des Europäischen Parlaments Constanze Krehl, die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, sowie Prof. Alexander Michaelis, Leiter des Fraunhofer IKTS Dresden.

Am Rande eines heutigen Besuches beim Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS Dresden gemeinsam mit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments Constanze Krehl, betonte Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange die sächsische Position für das kommende europäische Forschungsrahmenprogramm: »Wir wollen eine finanzstarke und praktikable Ausgestaltung des 9. Rahmenprogramms, das die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler effektiv unterstützt, wichtige europäische Themen und gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Wir brauchen dafür ein übersichtliches Fördersystem mit transparenten Abläufen und eine gute Balance zwischen Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung.«

Die deutliche Überzeichnung der meisten Aufrufe von Horizont 2020 zeige, wie hoch der Bedarf nach europäischer Forschungsförderung ist. Europa sei eine wissensbasierte, forschungsstarke Gesellschaft und müsse eine noch innovativere werden, um die Herausforderungen der Zukunft meistern und im Wettbewerb mit anderen Regionen der Welt bestehen zu können. Dies müsse sich auch im Haushalt der EU widerspiegeln, selbst bei einer schwierigen Haushaltsaufstellung der EU unter den Vorzeichen des Brexit. Die Ministerin verwies auf ein 13-Punkte-Papier, mit dem die Sächsische Staatskanzlei, das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst an der Befragung der Europäischen Kommission zur Ausgestaltung des nächsten europäischen Forschungsrahmenprogramms teilnahm.

Die Europäische Kommission wird Anfang Mai 2018 einen Vorschlag für den zukünftigen Finanzrahmen der Europäischen Union – und damit auch des Budgets für die Förderprogramme – vorlegen. Bis Ende Mai soll der erste offizielle Entwurf für ein 9. Rahmenprogramm für Forschung und Innovation folgen.

Constanze Krehl betonte im Rahmen ihres Gespräches: »Das Europäische Parlament schlägt eine Erhöhung des Haushalts der Europäischen Union – und damit auch eine deutliche Erhöhung des Forschungsbudgets ab 2021 – vor. Mit Blick auf die technologische Vorreiterrolle Europas sowie die weitere Steigerung seiner Innovationskraft müssen die Förderprogramme der EU die intensive Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiterhin unterstützen. Eine erfolgreiche Arbeit im Bereich der grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung ist auch das Gerüst für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung.«

Prof. Dr. Alexander Michaelis, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS: »Das Fraunhofer IKTS forscht an neuen Batterien für mobile und stationäre Anwendungen, neuen Verfahren der Umwelttechnologie, Sensorik und Aktorik für Industrie 4.0 sowie smart Agriculture. Sachsen hat in Industrie und Forschung in diesen Bereichen eine führende Position. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, muss die Förderung auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene konsequent weiter ausgebaut werden.«