Dr. Klaus Seppeler Stiftungspreis geht an Fraunhofer IKTS-Forscher

15.11.2016

Herr Tobias Liebmann wurde für seine Masterarbeit zum Thema »Mikroelektrochemische Untersuchungen an Aluminiumknetlegierungen« mit dem Dr. Klaus Seppeler Stiftungspreis im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für Korrosionsschutz e.V. (GfKORR) geehrt. Die Arbeit wurde am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und System IKTS in der Arbeitsgruppe Elektrochemie unter der Leitung von Dr. Michael Schneider durchgeführt.

Aluminiumknetlegierungen finden aufgrund ihrer hohen Festigkeit vielfältige Anwendungen als Leichtbauwerkstoff z. B. im Außenhautbereich von Flugzeugen. Anodisieren ist eine etablierte Technologie zur Verbesserung des Korrosions- und Verschleißschutzes oder Vorbehandlung zum Kleben und Lackieren solcher Legierungen. Die guten mechanischen Eigenschaften der Aluminiumlegierungen werden von Legierungselementen bestimmt, die jedoch zur Ausbildung intermetallischer Phasen neigen und damit die Anodisationseignung der Werkstoffe wesentlich beeinflussen. Diese nur wenige Mikrometer großen Phasen hat Herr Liebmann mit Hilfe der elektrochemischen Mikrokapillartechnik hinsichtlich ihres Verhaltens unter Anodisierbedingungen untersucht. Mit diesen neu gewonnenen Kenntnissen ist man nun in der Lage, Anodisierverfahren noch gezielter anwenden zu können und geeignete Parameter für einen optimalen Korrosionsschutz dieser Werkstoffe zu generieren.

Der mit 2000 € dotierte Preis wird seit 2005 jährlich von der GfKORR an Diplomanden und Doktoranden verliehen, um hervorragende junge Nachwuchskräfte auf dem Gebiet der Korrosion und des Korrosionsschutzes zu fördern.