Innovationsworkshop  /  27.11.2019

Serienfähige hybride Bauteilstrukturen – Neue Möglichkeiten für den sächsischen Mittelstand

Im Verkehrs- und Energiebereich gewinnen Faserverbundwerkstoffe aufgrund ihrer hervorragenden mechanischen Eigenschaften stetig an Bedeutung. So erlaubt die Kombination von Faserverbundstrukturen mit metallischen Bauelementen die Umsetzung neuer hybrider Metall-Faserverbund-Bauweisen (MFB). Diese bieten hinsichtlich Integrationsgrad, Bauraum und Gewicht erhebliche Vorteile gegenüber konventionellen Lösungen.

Hybride MFB eignen sich hervorragend für hochbeanspruchte Strukturelemente, wie Karosserieteile oder Turbinenstrukturen. Zudem ermöglichen Hybridbauweisen das Zusammenfassen von Einzelkomponenten zu Subsystemen mit höherem Integrationsgrad, so dass neben der Gewichtsreduzierung deutliche Verbesserungen hinsichtlich Kosten, Zuverlässigkeit und Wartung erzielt werden.

Die Überführung hybrider MFB in die Industrie steht vor einigen Herausforderungen. Zum einen erfordert die Vielzahl der einstellbaren Parameter einen komplexen Entwicklungs-, Validierungs- und Produktionsprozess. Zum anderen müssen etablierte physikalische Messtechnik und Auswertemethoden auf die neuen Werkstoffe angepasst werden.

Ziel dieses Workshops ist es, den Teilnehmern den aktuellen technischen und wissenschaftlichen Stand sowohl in der Fertigung als auch in der Qualitätskontrolle vorzustellen, praktisch an Demonstratoren vorzuführen und in kleinen Gruppen über notwendige Schritte bei der Einführung dieser Technologie in Unternehmen des Mittelstands zu diskutieren.