Messe  /  10. Juni 2021  -  11. Juni 2021

Woche der Umwelt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) laden ein zur digitalen Woche der Umwelt. Unter dem Motto »So geht Zukunft!« sind am 10. und 11. Juni 2021 spannende Diskussionen und ein attraktives Fachprogramm zu wichtigen Zukunftsfragen geplant. Ausstellende aus Wirtschaft und Technik, Forschung und Wissenschaft und aus der Zivilgesellschaft präsentieren online ihre innovativen Lösungen für die Zukunft.

Das Fraunhofer IKTS wurde durch eine vom Bundespräsidenten eingesetzten Fachjury als einer der Ausstellenden ausgewählt. Im digitalen Ausstellerportal stellen wir unsere Forschung vor unter dem Motto.

»Hidden Champion Ceramics – Strom speichern und Wasser filtern mit Keramik«

Hochleistungskeramik ist ein »hidden champion« – unscheinbar aber mit erstaunlichen Eigenschaften. Die Werkstoffgruppe kommt überall da zum Einsatz, wo Metall und Kunststoff an ihre Grenzen stoßen. Zwei Anwendungen stellt das Fraunhofer IKTS bei der Woche der Umwelt vor.

Effizient und nachhaltig – Batterie aus Keramik

Im Kontext der Energiewende gewinnen regenerative Energiequellen wie Fotovoltaik oder Windkraft immer mehr an Bedeutung. Damit auch dann Strom zur Verfügung steht, wenn die Sonne nicht scheint oder das Windrad stillsteht, muss Energie zuverlässig gespeichert werden.

Forschende am Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, Europas größter Forschungseinrichtung für Keramik, haben dafür eine keramische Natrium-Nickelchlorid-Batterie entwickelt, die nicht nur kostengünstig hergestellt werden kann, sondern auch vollständig aus unkritischen, einheimischen Rohstoffen besteht. Die keramische Batterie kann als Heimspeicher eingesetzt werden oder als nachhaltiger, sicherer und günstiger Quartiersspeicher.

Forschung aktuell: Planare Na/NiCl2-Batteriezellen – leistungsfähige stationäre Speicher

Gruppe: Stationäre Energiespeicher

Cerenergy – Preiswerte Keramische Hochtemperaturbatterie

 

Kreislauf durch Filtration – Prozesswasseraufbereitung

Wasser spielt in vielen Produktionsprozessen eine wichtige Rolle: z. B. als Lösemittel in der Synthese, als Kühlmittel oder zum Waschen. Ein schonender Umgang mit der Ressource ist unerlässlich – Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung sind jedoch kostenintensiv. Daher ist die Industrie weltweit gefordert, in ihren Prozessen Wasser im Kreislauf zu führen. Dies erfordert effiziente Trenntechnologien, bei denen aktuell meist Polymermembranen eingesetzt werden. Bei hohen Temperaturen und aggressiven chemischen Bedingungen kommen diese jedoch an ihre Grenzen. Hier kann die Keramik ihre Vorteile ausspielen: der Werkstoff hat eine hohe Härte und Festigkeit, ist chemisch beständig und unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen. Das Fraunhofer IKTS, Europas größtes Keramikinstitut, entwickelt keramische Filtrationsmembranen und komplette Systeme zur Aufbereitung industrieller Prozessabwässer.

Spurenstoffabtrennung mit keramischen Membranen

Projekt ReWaMem – Mit allen Wassern gewaschen

Produktblatt: Nanofiltration in der Textilabwasserreinigung

Wasser- und Abwassertechnologie – Industrielle Prozesswässer