Messe  /  15. September 2021  -  16. September 2021

ceramitec

Am Fraunhofer IKTS forschen und entwickeln über 700 Mitarbeiter interdisziplinär in acht anwendungsorientierten Geschäftsfeldern. Das Institut ist damit die größte Einrichtung für Keramikforschung in Europa – und beherrscht die gesamte Wertschöpfungskette vom Pulver bis zum getesteten System.

Halle C6, Stand 8

 

Highlights

Additive Fertigung von multifunktionalen Bauteilen

Additive Fertigungsmethoden ermöglichen, Bauteile in einer geometrischen Komplexität herzustellen, die mit herkömmlichen keramischen Formgebungsverfahren nicht realisierbar sind, wie z. B. miniaturisierte Wärmetauscher. Das Fraunhofer IKTS entwickelt Ausgangsstoffe, Verfahren und Systeme für die additive Fertigung von Bauteilen aus Hochleistungskeramik mit integrierten Funktionen. Darüber hinaus bietet das Forschungsinstitut Technologien und Geräte für die In-line-Prozessüberwachung. Damit versteht sich das IKTS als kompetenter, innovativer Partner sowohl für Keramikhersteller und -anwender als auch für Entwickler und Hersteller von Anlagen für die additive Fertigung.

Vortrag:
Am 15. September 2021 von 11.00 bis 12.30 Uhr zum Thema »Scene Additive – Together to a Productive Level of Ceramic Additive Manufacturing« mit Dr. Tassilo Moritz.

Verfahrenshybride: Vorteile von Fertigungsverfahren gezielt nutzen

Das Fraunhofer IKTS entwickelt und adaptiert additive Verfahren für den 3D-Druck keramischer Materialien. Der aktuelle Entwicklungsfokus liegt dabei auf der Herstellung funktionalisierter Bauteile. Unter anderem wurden die thermoplastischen 3D-Druckverfahren CerAM FFF (Fused Filament Fabrication) und CerAM MMJ (Multimaterial Jetting) entwickelt. Damit können nicht nur hochkomplexe Geometrien mit variierenden Strukturmerkmalen realisiert, sondern auch mehrere aufeinander abgestimmte Materialien innerhalb einer Schicht verdruckt werden. Der Werkstoff wird dabei nur an der benötigten Stelle abgeschieden. Dadurch sind die Verfahren sehr materialsparend und werkzeugfrei. Je nach Kundenwunsch werden Materialsysteme auch für den Mehrkomponenten-Druck entwickelt und charakterisiert. Durch Kombination additiver Verfahren mit konventionellen, in der Industrie etablierten Fertigungsverfahren, werden die Vorteile der einzelnen Techniken besser genutzt. Hierdurch sind neuartige funktionalisierte oder individualisierte Bauteile und Bauteilserien kostengünstig herstellbar.

Vortrag:
Am 15. September 2021 von 11.00 bis 12.30 Uhr zum Thema »CerAMfacturing of Ceramic-based Multi Material Components« mit Dr. Uwe Scheithauer.

Am 16. September 2021 von 13.30 bis 15.30 Uhr zum Thema »New Applications Characterisation of the Components as a Function of the Orientation in the Installation Space« mit Dr. Uwe Scheithauer.

Additive Fertigung von Hartmetallen

Hartmetalle bestehen aus den Metallbindern Nickel oder Cobalt und dem Hartstoff Wolframcarbid. Aus ihnen wurden bislang bereits zuverlässige Schneid-, Bohr-, Press- und Stanzwerkzeuge extrudiert, spritzgegossen oder über uniaxiales beziehungsweise kaltisostatisches Pulverpressen gefertigt. Komplexe oder spezifische Geometrien sind mit diesen Verfahren trotz teurer Nachbearbeitung jedoch nur sehr aufwendig oder gar nicht zu realisieren.

Eine Abhilfe schaffen additive Verfahren. Der 3D-Pulverdruck (Binder Jetting) und der thermoplastische 3D-Druck (3DTP) wurden am IKTS bereits erfolgreich mit ausgewählten Hartmetallen eingesetzt. Allerdings sind bei diesen Verfahren neben der Einstellung des Bindergehalts und der resultierenden Härte auch die Bauteilgröße limitiert.

Vortrag:
Am 16. September von 14.30 bis 16.30 Uhr zum Thema »Current Trends in the Development of Hard Metals« mit Dr. Johannes Pötschke.