Messe  /  27.9.2017  -  29.9.2017

Werkstoffwoche 2017

Werkstoffe für die Zukunft erleben Besucher auf der Werkstoffwoche. Sie vereint Messe und Kongress unter einem Dach. Das IKTS präsentiert sich im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung des Materialforschungsverbunds Dresden und mit zahlreichen Vorträgen.

Halle 2, Stand 10

Die Werkstoffwoche ist der Treffpunkt für alle Produzenten, Bearbeiter und Anwender von Werkstoffen sowie für Hersteller von Maschinen, Anlagen und Prüfeinrichtungen.

Hier bietet sich die Möglichkeit, bewährte und innovative Produkte, Prozesse sowie Mess-, Prüf- und Qualitätssicherungstechniken kennenzulernen – und natürlich aussichtsreiche Geschäftskooperationen anzustoßen oder zu vertiefen.

Qualitätssicherung mit CeraCode®

Gezeigt wird die robuste Komplettlösung CeraCode® für die individuelle Kennzeichnung von Bauteilen und Produkten. Die Entwicklung basiert auf keramischen Leuchtstoffen, die unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen und chemischen Einflüssen sind. Die Markierung wird sekundenschnell aufgebracht und ausgelesen. Damit eignet sie sich für die Integration in industrielle Anlagen zur Qualitäts- und Prozesskontrolle.

 

Hochleistungskeramik für …

… Hochleistungskomponenten – 3D-gedruckt und gegossen

Das Fraunhofer IKTS entwickelt Ausgangsstoffe, Verfahren und Systeme für die additive Fertigung von funktionsintegrierten, individuellen Keramik- oder Hartmetallbauteilen für die Medizin-, Mikroreaktionstechnik oder den Werkzeugbau. Mit den am IKTS etablierten digitalen Druckverfahren lassen sich die komplexen Komponenten mit funktionellen Strukturen wie Leiterbahnen, Widerständen oder Sensoren beschichten. Für die Herstellung von Keramikbauteilen mit Eigenschaftskombinationen, wie elektrisch leitfähig/isolierend, hart/zäh oder auch Werkstoffverbunde haben IKTS-Forscher das Verfahren des Mehrkomponentenspritzgießens entwickelt. Damit können großserientaugliche Bauteile mit komplexer Geometrie, mikrostrukturierten Oberflächen und exakten Kanten gefertigt werden, ohne aufwändige Schleif- oder Ätzprozesse anschließen zu müssen.

… Gasturbinenrotoren in KWK-Anlagen

Mikrogasturbinen mit Kraft-Wärme-Kopplung eignen sich besonders für eine dezentrale und unabhängige Energieversorgung. Zur Erhöhung des Wirkungsgrads solcher Anlagen werden Brenngastemperaturen angestrebt, unter denen metallische Superlegierungen ohne zusätzliche Kühlung nicht bestehen. Hochleitungskeramik besitzt eine deutlich höhere Temperaturstabilität und gilt als zukünftiger Werkstoff für Gasturbinen. Siliziumnitrid-Keramik vereint hohe thermische Stabilität mit außerordentlichen mechanischen Eigenschaften. Gezeigt wird ein im Feldtest erfolgreich erprobter Radialturbinenrotor aus Siliziumnitrid für eine Mikrogasturbine mit 30 kW (el.).

… kompakte Heizer

PTC-Heizelemente (Positive Temperature Coefficient) sind in Automobil-Zuluftheizungen oder als Heizer für Haushaltsgeräte in großen Stückzahlen zu finden. Bislang leiten die verfügbaren Geometrien Wärme allerdings so schlecht, dass aufwendige Kombinationen mit metallischen Wärmetauschern notwendig sind. Am Fraunhofer IKTS wurden nun Schaumkeramiken entwickelt, die einen effektiven Wärmeübergang sowie eine schnelle und präzise Temperierung im Bereich von 80 °C bis 180 °C ermöglicht – ohne zusätzliche Wärmetauscher.