Autor: Susanne Freund

Zerstörungsfreie Prüfung von Gussteilen – HMI#7

4.4.2018

#7 der Reihe: Schmelzen, Gießen, Metallveredelung und Qualitätssicherung mit zerstörungsfreien Prüfverfahren.

Um schnell eine sichere Aussage über die Qualität von Gussprodukten zu erlangen, können zerstörungsfreie Prüfverfahren einen wichtigen Beitrag leisten. Qualitätsmängel lassen sich so frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen schnell einleiten. Um Fehler wie Lunker oder Risse in Gussteilen zuverlässig zu detektieren, eignen sich Ultraschallverfahren besonders gut. Zudem lassen sie sich auch einfach in bestehende Anlagen zur Inlineprüfung integrieren. Dem Fraunhofer IKTS steht hierfür ein jahrelang gewachsenes Know-how im Bereich der Ultraschallprüfung zur Verfügung. Als Entwickler für kundenspezifische industrielle Ultraschall-Prüfsysteme bietet das Fraunhofer IKTS Sensoren, Prüfelektronik, Software, Simulations- und Modellierungsdienstleistungen sowie ein akkreditiertes Prüfzentrum zur Validierung und Verifizierung von Ultraschallverfahren an.

© Fraunhofer IKTS

Gerätesystem FracDim zur zerstörungsfreien Charakterisierung von Gussteilen.

Ein wichtiger Aspekt gerade für die Herstellung individueller Bauteile ist die Charakterisierung des Gussteiles hinsichtlich der entstandenen Eigenschaften. Mikromagnetische Prüfverfahren wie das Barkhausenrauschen können hier Informationen zum Martensit- und Zementit-Gehalt aber auch zu Änderungen in der Korngröße und damit der Härte liefern. Das Fraunhofer IKTS verfügt hierbei über langjährige Kompetenzen in der Materialprüfung selbst und in der Geräteentwicklung. Für die schnelle Charakterisierung von Gussteilen hat das IKTS ein kompaktes und robustes Prüfgerät entwickelt, bei dem die Messdatenaufnahme zerstörungsfrei innerhalb weniger Sekunden pro Messpunkt erfolgt.