DiP – Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten

Projekt

Hintergrund

Das Vorhaben begleitet die Transformation der Kohlefolgeregion im Mitteldeutschen Revier Sachsen-Anhalt zu einer Agrarentwicklungsregion. Für viele Bereiche der Landwirtschaft birgt die Digitalisierung ein großes Entwicklungspotenzial. Der technologische Fortschritt kann von der Optimierung von Pflanzenzüchtungen über den Anbau, die Ernte bis hin zur Weiterverarbeitung zu neuartigen pflanzlichen Lebensmitteln, pharmazeutischen Produkten oder pflanzenbasierten Rohstoffen eingesetzt werden, um ökologisch und ökonomisch nachhaltige Wertschöpfung in der Region anzusiedeln und die Pflanzenwirtschaft in Sachsen-Anhalt klimaresistent aufzustellen. In diesem Rahmen werden 20 Verbundprojekte mit über 40 beteiligten Forschungspartnern von April 2024 bis Dezember 2028 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel ist es, eine Modellregion der Bioökonomie zu etablieren, die durch herausragende Forschung, fortschrittliche Industrien und attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten geprägt wird.

 

Leistungen

Acht der Verbundprojekte werden dabei durch das Team des Fraunhofer IKTS mit sozio- und technoökonomischer Forschung begleitet. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil, um zu beurteilen, wie sich Innovationen auf die regionale Wirtschaft auswirken. Wir liefern die erforderlichen Daten, um diese Innovationen nachhaltig und marktfähig zu gestalten. Die Begleitforschung unterstützt die beteiligten Projekte bei übergreifenden Themen wie Nachhaltigkeitsbewertung, Marktzugangs- und Verwertungsstrategien, regulatorischen Anforderungen sowie der Entwicklung zukünftiger Wertschöpfungsketten für neuartige biobasierte Produkte.

Die Arbeiten lassen sich in drei Themenblöcke gliedern:

  1. Techno-ökonomische Modellierung von Wertschöpfungsketten
  2. Bewertung der Nachhaltigkeit sowie des Marktpotenzials
  3. Mitgliedschaft des Fraunhofer IKTS im Konsortium von BegleitDiP, der projektübergreifenden Begleitforschung für die Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten

Projektpartner: DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH, DLG e. V., Dr. Junghanns GmbH, EW Biotech GmbH, Fraunhofer CBP, Fraunhofer IMWS, Fraunhofer IZI, GISA GmbH, GMBU e. V., Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ, Leipzig, Julius-Kühn-Institut, UPM Biochemicals GmbH, Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt, PKH GmbH (Apomix), Symrise AG, Digital Science, PerioTrap Pharmaceuticals GmbH, Majoranwerk Aschersleben GmbH, Döhler Früchtesäfte

Projektlaufzeit: 1.4.2024 – 31.12.2028

Finanzierung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Teilprojekte

BegleitDiP

Begleitforschung zur Digitalisierung pflanzenbasierter Wertschöpfungsketten

BioCasNavi

KI-Plattform für biokatalytische Kaskaden in Bioprozessen

DiPlanD

Vitamin D3 und Cholesterol aus der Pflanze Nierembergia repens

HyperSpace

Digital unterstützte bioökonomische Wertschöpfung aus Johanniskraut

NA-WIR

Neue Arzneipflanzen und Wirkstoffe

OptiLamia

Erweiterung der Wertschöpfung regionaler Arznei- und Gewürzpflanzen

PhosFect

Produktionstechnologien für verbesserte, phospholipid-basierte Impfhilfsstoffe

SMART Agroforst

Digitalisierung zur Förderung von Agroforstsystemen auf Landschaftsebene

Tres2Cera

Ceramide aus Obstreststoffen für biobasierte Gesundheitsprodukte