Das Projekt „ANGeliC“ (ALD-Schutz für Lithium-Schwefel-Batteriezelle der nächsten Generation) möchte einen Beitrag zu einer nachhaltigen, kreislauforientierten und wettbewerbsfähigen europäischen Batterie-Wertschöpfungskette leisten. Zu diesem Zweck werden die Herstellbarkeit, Skalierbarkeit und Kosteneffizienz der Lithium-Schwefel-Batterietechnologie in Kombination mit Oberflächenbeschichtungsmaterialien für den Schutz von metallischen Anoden bewertet. Das Fraunhofer IKTS arbeitet an der Beschichtung von Stromabnehmern mit dünnen Lithiumschichten als Anodenmaterial. Als Verfahren wird dafür die elektrochemische Abscheidung genutzt.
Die Neuheit liegt in der Entwicklung eines kontinuierlichen elektrochemischen und wirtschaftlichen Abscheidungsprozesses zur Herstellung einer Lithiumanode mit positivem Effekt auf die masse- und volumenbezogene Energiedichte. Die Herausforderung besteht darin, einen Batterieelektrolyten für eine dendritenfreie Abscheidung von Aluminium aus nicht-wässrigen Elektrolyten (ionische Flüssigkeiten) kombiniert mit der elektrolytischen Oxidation, um leitfähigen Oberflächen Keramik ähnliche Eigenschaften zu verleihen. Darüber hinaus soll der Prozess zu einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren erweitern werden, wobei technische Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen sind. Dazu gehören die sichere Handhabung großer Elektrolytmengen, das Arbeiten unter einer Inertgasatmosphäre, die Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Schichtdicke, die Kontrolle der Elektrolytzirkulation sowie die Gewährleistung einer guten Haftung und Trocknung der Schichten.
Projektlaufzeit: 01.06.2025 – 30.11.2028
Förderkennzeichen: 101202842
Dieses Projekt wurde mit Mitteln aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont Europa der Europäischen Union unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101202842 gefördert. Die darin geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die des Autors/der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder von CINEA wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden.