Wärmestromsensoren dienen der quantitativen Erfassung des Wärmestroms, also der Wärmeübertragung, in verschiedenen Anwendungen. Sie sind von entscheidender Bedeutung für die Energieüberwachung, da sie den Energieverbrauch in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen präzise messen und Erkenntnisse über die thermische Effizienz industrieller Prozesse liefern. In der Forschung und Entwicklung ermöglichen sie die Untersuchung von Wärmeübertragungsmechanismen (Wärmeleitung) und deren Charakterisierung in verschiedenen Materialien und Systemen. Ein Beispiel ist die Optimierung des Thermomanagement von Batterien.
Für diese Anwendung hat das Fraunhofer IKTS in Zusammenarbeit mit einem Industriepartner ein Wärmestromsensor mit Gold-Platin-Thermopaaren in keramischer Mehrlagentechnologie entwickelt. Die einheitliche Messzelle besteht aus einem Au-Pt-Thermopaar, das in ein keramisches Trägermaterial eingebettet ist und durch Vervielfachung zu einem größeren monolithischen Sensor aufgebaut wird (Thermokette). Zur Erfassung der Umgebungstemperatur wurde ein Referenzwiderstandsthermometer integriert.